Sein Blick hebt sich zu dem wolkenverhangnen Himmel, der auf einen baldigen Regenschauer hinweißt. Wieder Regen, das wievielte Mal eigentlich, seit er hier in Heiron eingetroffen ist? Er hat keine Ahnung, er weiß nur, das er sich beeilen muss in diesen Wettlauf gegen die Zeit und den Häschern von Fia oder ganz und gar den seinen. Das die Geschäfte, die sie unterhielten oder abschlossen nicht ganz legal waren oder sind, hatte so manche Nachteile, besonderst wenn man der Konkurrenz damit auf die Füße ...
Von einem Bergkamm aus schweift sein Blick über die schneebedeckten Berge auf der gegenüberliegenden Seite der Schlucht. Am Fuß des Berges schmiegt sich sein erster Geburtsort gegen die Felswand. Die Dächer reflektieren durch den Schnee die Sonnenstrahlen. Es ist aber auch der Ort seiner Gefangenschaft, die sich über Wochen hin gezogen hat. Geistesabwesend reibt er sich die handgelenke, sie beginnen von zeit zu zeit noch zu schmerzen und er kann die Eisenschellen noch auf seiner haut spüren. Alagos ...
Der Geruch von alchemistischen Substanzen schlägt Serest entgegen, er wringt ihm einen leichten Husten ab. Wer auch immer für dieses Chaos verantwortlich ist, hat ganze Arbeit geleistet. Die Hälfte des Alchemielabors scheint mit einander verschmolzen zu sein. An einigen Stellen steigt dünner Qualm auf, der in sich zeitweise die Farbe wechselt. Das Knirschen von zersplitterten Glas unter seinen Stiefeln zeigt Serest, das hier wohl mal einer der Apparaturen stand, von der nicht mehr viel übrig ist ...
Mit einen Seufzen der Erleichterung tritt Elenarda aus den Teleporter, “Zum Glück alles da wo es hingehört”, sich kurz selbst abtasten. Die Rüstung schmiegt sich wie immer an ihren Körper, wie eine zweite Haut und ihr Großschwert glitzert in der Sonne. Ihr bleibt keine Zeit für weitere Gedanken, denn im nächsten Moment dröhnt ihr das Geschrei eines Trolls entgegen. Sie richtet den Blick in seine Richtung, rote Haare wie Feuer im gleißenden sonnenlicht und blaue Kleidung, die förmlich auf sie zugestürzt ...
Wie eine Krähe mit ausgebreiteten Schwingen, landet Serest, mit wehenden Mantel, abseits der Menschenmaße die zusammen gelaufen war um zu sehen, was da gerade auf die Straße gekracht ist. Der Mantel hat sich kaum auf den Boden gesenkt, als er sich an den Auflauf vorbei einen weg sucht, sein Auftreten gewohnt unterkühlt, wie er es immer pflegt, wenn er sich durch die Straßen bewegt und es gelernt hat als Kind. Er wirft einen kurzen Blick auf die Ursache, des Tumults, den er selbst verursacht hat. ...